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Der Kaiserschmarrn to go: Streetfood für Süßschnäbel

Nicht nur auf zünftigen Berghütten mundet Österreichs beliebte Süßspeise kleinen und großen Süßschnäbeln. Auch bei JP Gastro erhält der Kaiserschmarrn einen Ehrenplatz bei so manchem Catering. Wenn der Kaiserschmarrn vor den Augen hungriger Gäste frisch zubereitet wird, dann wird Köln zum neuen Wien. Was hier aus Mehl, Eiern, Zucker, Milch und mehr gezaubert wird, ist weder mit dem ebenfalls beliebten Palatschinken noch mit dem deutschen Pfannkuchen zu vergleichen!

Wie der Kaiserschmarrn zu seinem Namen kam

Laut namhafter Historiker ist der Begriff „Kaiserschmarrn“ von „Casa“, also „Haus“ abgeleitet. So wäre ein Kaiserschmarrn ein Hausschmarrn, doch ob das wirklich stimmt? In Köln liebt man den Kaiserschmarrn ja auch, muss dieser dann nicht vielmehr „Kölscher Schmarren“ heißen? Immerhin ist hier ja JP Gastro zu Hause und der Kölsche Kaiserschmarren garantiert hausgemacht.
Über die tatsächliche Herkunft des Kaiserschmarrn türmen sich jedoch die Legenden. Eine schöne Geschichte, die sich so typisch österreichisch um Kaiser Joseph I dreht, ist die folgende:

Eines Tages misslang dem Hofkoch der beliebte Palatschinken, da dieser zu dick und dann noch leicht zu dunkel geraten war. Kurzerhand zerriss der Koch den Palatschinken in kleine Stücke, gab einige Rosinen dazu und bestreute das Ganze mit einer dicken Schicht Puderzucker.
Daraufhin fragte der Kaiser "Wos ist dös dann für an Schmarrn (Unsinn)?"
Tja, ein rechter Kaiserschmarrn eben, geschmeckt hat er wohl trotzdem.

Gestern ein Schmarrn – heute der Österreicher liebstes Kind

Tatsächlich wird der Kaiserschmarrn auch heute noch gekonnt zerrissen, mit Rosinen verfeinert, mit Puderzucker bestäubt und sodann mit einem hausgemachten Zwetschgenröster verspeist. Ob als Haupt-, Vor- oder Nachspeise: Dieses süße Schmankerl kommt immer gut an. Als Streetfood frisch aus der Pfanne, beim kaiserlichen Catering oder auch zu Hause mundet der Kaiserschmarrn auch heute noch Kaiser und Volk gleichermaßen.

(K)ein Arme-Leute-Essen

Lange Zeit galt der Kaiserschmarrn sogar als einfaches Gericht für arme Bauern. Denn die dafür benötigten Grundzutaten hatte fast jeder stets zu Hause. Doch irgendwie hatte es der Kaiserschmarrn geschafft, seinem Namen alle Ehre zu machen, denn er war stets etwas Besonderes, auch wenn er einfach aus Mehl, Eiern, Milch und Butter bestand. Außerdem war er schnell zubereitet sowie mit der Gabel zerrupft und konnte kaum misslingen. Im Jahre 1563 schaffte es der kaiserliche Schmarrn sogar erstmalig in die Literatur. Genauer gesagt wurde er in einer Hochzeitspredigt eines Theologen erwähnt, der den feinen Schmarrn in den höchsten Tönen lobte. Der Schmarrn ist also „kan gewöhnlicher Schmarrn", sondern durchaus eines Kaisers wert.

Feinschmecker-Streetfood aus des Kaisers Zeiten

Übrigens wurden zu des Kaisers Zeiten und später nur die erlesensten Speisen mit dem Beinamen "Kaiser" ausgezeichnet. Etwas Besonderes scheint diese süße Delikatesse also auch damals schon gewesen zu sein. Kein Wunder also, dass das österreichische Nationalgericht auch weit über die Grenzen Österreichs hinaus berühmt, berüchtigt und beliebt geworden ist.

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