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Die ersten Foodtrucks und ihre Geschichte

Wer hätte das gedacht? Den wahrscheinlich ersten Foodtruck überhaupt gab es im Wilden Westen. Denn mitten in der texanischen Wildnis mussten die Cowboys meist anstrengende und tagelang andauernde Wege zu Pferd zurücklegen, so dass die Nahrungsbeschaffung schnell zum Problem wurde. Doch auch von Texas bis nach Köln zu JP Gastro war es ein langer, beschwerlicher Weg.

Colonel Goodnight und sein Chuck Wagon

Der erste, sogenannte Chuck Wagon war eine lang ausgeklügelte Erfindung Colonel Charles Goodnights. Dieser war ein anerkannter Viehzüchter, der – gemeinsam mit seinem Partner Oliver Loving – eine Lösung für ein bekanntes Problem suchte. Im Jahre 1866 wollten sie gemeinsam mit anderen Cowboys 2.000 Longhorn-Rinder von Texas bis nach Colorado treiben. Die Reise war nicht ungefährlich und das Beschaffen von ausreichend Nahrung nahezu unmöglich. Der pfiffige Colonel fand die ideale Lösung:
Er erstand einen nicht mehr benötigten Armeewagen, stattete ihn mit Schränken und Regalen aus und verstaute darin die wichtigsten Lebensmittel.
Dazu kam eine aufklappbare Arbeitsplatte für die Zubereitung und ein ordentlich gefülltes Wasserfass.
Der gängige Begriff für Mahlzeiten war unter den Cowboys damals das aus dem Englischen kommende „Chuck“. Daher bekamen die ersten fahrbaren Essenswagen den Namen „Chuck Wagons“. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Idee des Chuck Wagons in großem Stil umgesetzt, die ersten Chuck Wagons in Serie produziert und mit immer feineren technischen Raffinessen ausgestattet.

Die Weiterentwicklung der Chuck Wagons

Heute gibt es nicht nur imposante Foodtrucks, die allein schon durch ihre Größe und ihr Design ins Auge fallen. Auch kleinere Anhänger mit Miniküche machen an jedem Straßenfest auf sich aufmerksam. Ob klassische, mobile Frittenbude, typisch amerikanischer Hot-Dog-Anhänger oder mobiler Pizza-Wagen: Alles, was vier Räder und einen kleinen Innenraum hat, kann zur mobilen Miniküche oder einem ordentlichen Foodtruck umgebaut werden, wenn man über das entsprechende Knowhow verfügt und einige Regeln beherrscht.
Daher spezialisierten sich auch damals schon etliche pfiffige Händler. Sie boten aus ihren kleinen und großen Anhängern neben Hot Dogs auch mexikanische Delikatessen, American Sandwiches, selbstgemachtes Eis und andere Köstlichkeiten an. Hier kann man bereits die unlösbare Verbindung zwischen den Foodtrucks, dem Streetfood und sogar dem späteren Catering erkennen: Es geht um das Essen to go und um die typische Atmosphäre unter freiem Himmel, die man in keinem noch so tollen Restaurant finden kann.
Kein Wunder also, dass es auch die USA waren, die 2010 eine Organisation für die Rechte der Foodtrucker gründete: die „Southern California Mobile Food Vendors Association“.

Der vielleicht erste Foodtruck in Deutschland

Bis die Idee des ersten Foodtrucks aus dem Wilden Westen in das ferne Deutschland kam, dauerte es eine Weile. Nun ja, nichts anderes kennt man von Deutschland, wo seit jeher die Beamtenmühlen langsam mahlen.
In den Anfängen des 19. Jahrhunderts war es dann endlich soweit: Mit den Preußen kam der Foodtruck auch in deutsche Gefilde, allerdings vorerst lediglich für militärische Zwecke. So waren die ersten Foodtrucks in Deutschland Teil der mobilen Feldküchen – ebenso wie der erste mobile Feldkochherd, den ein Apotheker aus Hamburg im Jahre 1850 zum Patent anmeldete. Später wurde diese einst innovative Erfindung unter dem Namen „Gulaschkanone“ bekannt, worin die Verbindung zum Militär nochmals in Erinnerung gerufen wird. Nach dem 2. Weltkrieg fanden Foodtrucks und Streetfood Eingang in die amerikanischen Kasernen Deutschlands und von dort aus kamen sie nach und nach auch auf Deutschland Straßen und Plätzen an. Dabei präsentieren sich Foodtrucks und Streetfood heute nicht nur auf Festivals oder an typischen Straßenecken: Sie sind ebenfalls unerlässlich für jedes erstklassige Catering auf Hochzeiten, Techno-Partys und anderen außergewöhnlichen Events.
So auch bei JP Gastro in Köln, wo die Kölner ihre ganz eigene Geschichte mitbringen, die noch heute in jedem Bissen aus dem Foodtruck steckt.

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