Streetfood goes Business
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Jedem Topf seinen Deckel
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Die Geschichte des Streetfood

Street Food ist ein Megatrend, der unaufhörlich unser Land erobert. In jeder großen Stadt finden mittlerweile regelmäßig Street Food Festivals statt. Sie locken die Menschen massenhaft auf die Straße, um in ungezwungener Atmosphäre von Stand zu Stand zu schlendern und köstliche Leckereien aus aller Welt auszuprobieren. Doch wo hat dieser Trend eigentlich seinen echten Ursprung? Wie ist er entstanden? Und was macht die leckeren Happen auf die Hand bei Jung und Alt so beliebt?


Get to know: Der Ursprung

Der Grundstein für den modernen Trend

Die Wurzeln des Street Food reichen in die Zeiten des Viehtriebs im Wilden Westen zurück. Um die Cowboys auf ihren langen und beschwerlichen Wegen mit Essen versorgen zu können, hatte der texanische Viehzüchter Charles Goodnight 1866 eine geniale Idee. Damit seine Leute sich während eines monatelangen „trail ride“ nicht nur von dem ernähren mussten, was in ihre Satteltasche passte, schickte er einen Koch mit, der die Cowboys aus einer rollenden Feldküche, einem sogenannten „Chuckwagon“ verpflegte. Typische Mahlzeiten bestanden hier aus herzhaften Eintöpfen mit Brot, Biscuits oder einem Kuchen aus Trockenobst und heißem Kaffee. Viel mehr ließ sich zu der damaligen Zeit aus dem haltbaren Proviant auch kaum herstellen. Gekocht wurde über offenem Feuer in einem robusten gusseisernen Topf – dem Dutch Oven. Dieser wurde über das offene Feuer gehängt oder direkt hineingestellt. Wurden vorgeglühte Kohlen auf den Deckel geschichtet, ließ sich darin sogar Brot backen.

Vom Anhänger zum Foodtruck

Einen Schritt nach dem anderen

Aber nicht nur in der beschaulichen texanischen Wildnis, sondern auch in New York, was zu der Zeit noch Nieuw Amsterdam genannt wurde, erkannten aufgeweckte Geschäftsleute die Möglichkeiten des mobilen Essensverkaufs. Mit der Zeit gab es immer mehr Verkäufer, die lokale Gerichte aus ihrem Anhänger heraus, an der Straßenecke verkauften. Und dreißig Jahre, nachdem der erste Chuckwagon erfunden wurde, gab es in den USA den ersten HotDog Food Truck. Diese waren gerade bei Studenten sehr beliebt und schnell füllten sich die Straßen rund um die Universitäten mit weiteren mobilen Essensverkäufern die Tacos, Eis oder Sandwiches im Angebot hatten.

In Deutschland dagegen waren Anfang des 19. Jahrhunderts die militärischen Feldküchen die ersten Food Trucks. Ein Hamburger Apotheker meldete 1850 ein Patent auf einen mobilen Feldkochherd an. Die sogenannte „Gulaschkanone“ wurde in beiden Weltkriegen zur mobilen Versorgung von Soldaten eingesetzt. Als Ruhe- und Erholungszone sehr beliebt, war sie auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges häufig in Deutschland anzutreffen, allerdings vorerst nur in amerikanischen Kasernen.


Warum ist Street Food so beliebt?

Von privat bis Business

Die Antwort ist relativ einfach. Street Food ist schnell zubereitet und kann direkt gegessen werden. Entscheidend sind allerdings die Qualität der Zutaten und die Zubereitungsweise. In Deutschland wird auf gesunde und qualitativ hochwertige Zutaten geachtet, wobei in den USA eine günstige Verpflegung im Vordergrund steht. So würden viele Menschen in Deutschland und Europa einen HotDog wahrscheinlich eher als Fast Food und nicht als hochwertigen Street Food einordnen. Fakt ist, dass bei uns eine hohe Qualität, regionale Zutaten, kreative Rezepte und leidenschaftliche Zubereitungen den Trend bestimmen und auch einen simpel anmutenden HotDog zu einem köstlichen Geschmackserlebnis werden lassen.

Street Food Festivals

Ein perfekter Mix aus regional und international

Um die Idee der verschiedenen Street Food Kreationen, die typisch für jede Region sind, probieren zu können, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Street Food Festivals in deutschen Städten veranstaltet. Die ersten Street Food Märkte gab es in Berlin, Hamburg, Köln und München und sind auch heute noch dort zu finden. Der „Ribwhich“, so der Name des ersten deutschen Food Trucks, ging 2010 in Nürnberg auf die Straße und ist heute noch auf sämtlichen Street Food Märkten vertreten. Er wurde bereits mehrfach für seine köstlichen Pork-Meat Sandwiches ausgezeichnet.
Extravagante Street Food Ideen werden so schnell nicht ausgehen – Ihr dürft weiter gespannt sein!