Türkische Köfte: Mehr als nur Fleisch-Frikadellen
3. Februar 2022
Sizilianische Arancini
3. März 2022

Holländischer Streetfood-Klassiker: Frischgebackene Poffertjes

Poffertjes sind eine Süßspeise, die traditionell in einer speziellen, meist gusseisernen Pfanne oder einem Poffertje-Gerät gebacken werden. Mittlerweile gelten diese süßen Broedertjes, wie sie früher genannt wurden, als holländisches Nationalgericht und klassisches Streetfood. Auf Jahrmärkten und an typischen Poffertjesständen wurden diese zuckersüßen, halbflachen Bällchen einst das ganze Jahr über verkauft. Heute sind sie vor allem in der kalten Jahreszeit der Renner auf holländischen Märkten.

Von der Hostie zum „Lekker Poffertje“

So ganz holländisch soll diese Spezialität ursprünglich gar nicht sein. Denn angeblich stammen die kleinen Poffertjes aus Frankreich und sind eine Erfindung dort ansässiger Mönche. Diese hatten im Jahre 1795 einen Mangel an Weizenmehl und damit an Hostien zu beklagen und wollten lediglich ein neues Rezept für ihre selbstgemachten Hostien aus Buchweizenmehl ausprobieren.
Das Ergebnis, welches nur wenig an die eigentlich hauchdünnen Hostien erinnert: Die leckeren Poffertjes. Einige pfiffige Kaufleute verbreiteten diese Spezialität im ganzen Land und verdienten sich vermutlich eine goldene Nase an der Nascherei. Erst im Laufe der französischen Revolution schaffte es das erste Rezept für die Broedertjes, die später zu Poffertjes wurden, nach Holland. Warum Broederjes? Naja, ein wenig sehen diese kleine Bällchen ja tatsächlich wie Miniatur-Brote oder Brötchen aus. Doch der Name „Poffertjes“ klingt irgendwie viel ansprechender und passt auch wunderbar zu dieser schmackhaften Delikatesse. Diese konnte sich vermutlich aus einem simplen Grund als Hostie niemals durchsetzen: Sie war einfach zu lecker!

Kölsch-niederländische Poffertjes

Echt holländische Poffertjes werden heute aus Weizenmehl und Buchweizenmehl gebacken. Das ideale Mischungsverhältnis soll 1:1 sein, sagen die Niederländer. Neben Eiern, geschmolzener Butter, Milch und Zucker muss natürlich Hefe mit in den Teig. Es ist ein eher dünnflüssiger Teig, der ein wenig an Pfannkuchen- oder Waffelteig erinnert, die ja im Grunde aus auch aus eben diesen Zutaten bestehen, wenn man einmal von der Hefe absieht.
Portionsweise wird der Teig in die Mulden der „Poffertjespan“ gefüllt und dort gebacken, wobei die Bällchen zwischendurch einmal gewendet werden, damit sie beidseitig gleichmäßig durch und doch innen butterweich werden. Ob klassische Poffertjespan oder modernes Poffertje-Kleingerät: Es ist ein toller Anblick, wenn der Teig mit einer großen Schöpfkelle in die dafür vorgesehen Mulden läuft und innerhalb kürzester Zeit „lekker Poffertjes“ entstehen. Kein Wunder also, dass sich diese holländische Spezialität hervorragend als Streetfood eignet und auch auf einem klassischen Catering schnell zum kulinarischen Blickfang wird. Ohnehin ist selbst der Kölsche Dialekt eng verwandt mit dem Niederländischen. Wenn schon die Sprachen den gleichen Ursprung haben, warum sollte es dann nicht auch Poffertjes aus Köln geben – vorzugsweise bei JP Gastro?! Janz joode Kölsche Poffertje eben, die auch jood zum Fasteleer passen!

Das Topping: Alles geht – nichts muss

Zu den ohnehin schon süßen Poffertjes passt eigentlich so ziemlich alles, was diese Süße noch zusätzlich unterstreicht. Als Dessert sind diese flachen Bällchen daher bei jedem Catering ein kulinarisches Highlight. Beim Topping hat der Gourmetfreund also die süße Qual der Wahl:
Eine dicke Schicht Puderzucker, Zuckerrüben- oder Ahornsirup, Vanillesauce, Fruchtsalat, Zimt und Zucker oder ein Riesenklecks Schlagsahne – die Auswahlmöglichkeiten sind schier grenzenlos. Streetfood steht eben für ungezwungene kulinarische Vielfalt, die Genießer und Kenner der Foodtruck- und Streetfood-Szene auch bei JP Gastro in Köln wiederfinden können.
Na dann, ran an die "lekker Poffertjes"!

Jetzt Angebot einholen