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Kakigori – die japanische Streetfood-Spezialität

Zwar gibt es auch in Japan etliche Straßenstände, die ihre kulinarischen Delikatessen feilbieten. Dennoch scheint Japan das Streetfood nicht gerade erfunden zu haben. Denn die Streetfood-Szene, die längst schon beinahe alle anderen Ländern rund um den Globus erobert hat, hatte es in Japan anfangs schwerer als im Rest Asiens. Umso erstaunlicher, dass Japan mittlerweile eigene Kreationen an leckerem Fingerfood und hippen Getränken herausgebracht hat. Diese werden an den zahlreichen Yatai-Ständen, wie die kleinen Streetfood-Stände dort heißen, angeboten. Heute dürfen diese Stände auch an traditionellen Feiertagen und sonstigen Events nicht fehlen. Das breitgefächerte Angebot an Leckereien to go kann – je nach Region und Saison – recht unterschiedlich ausfallen. Eine Köstlichkeit wird das ganze Jahr über jedoch überall in ganz Japan angeboten: Das fein geschabte Eis mit Toppings, die so ziemlich aus allem, was Mutter Natur zu bieten an, bestehen können.

Kakigori – fluffig weich mit zartem Schmelz

Nicht nur auf der Zunge ist der japanische Streetfood-Klassiker ein Hochgenuss. Auch optisch ist dieses Eis eine wahre Freude. Je nach Zutat, tummelt sich hier ein farbenfrohes Gebilde, welches selbst beim anspruchsvollsten Catering zum unwiderstehlichen Hingucker wird. Dieses in Windeseile in der Kakigori-Maschine geschabte Eis mit seinen winzigen Eiskristallen erinnert ein wenig an das hierzulande bekannte Slush. Kakigori ist – was Zutaten, Farben, Formen und Aromen angeht – jedoch ungleich vielfältiger und etwas ganz Besonderes. Der Geschmack und die Farbe kommen vor allem durch die als Topping angebotenen Sirups. Aber auch gesüßte Kondensmilch oder Bohnenpaste peppen das japanische Kakigori geschmacklich auf. Das Eis selbst ist in der Regel lediglich gefrorenes Wasser und wird in dünnen Schichten abgeschabt. Wer im Sommer eine typisch japanische Erfrischung genießen möchte, sollte es einmal mit dieser Streetfood-Spezialität versuchen.

Kakigori-Maschinen: Ein Muss für jeden Streetfood-Fan

Hergestellt wir das Kakigori-Eis in einer Kakigōri-Maschine, die Doshisha-Kakigōriki genannt wird. In dieser ist der Wassereisblock fixiert, von dem ein Messer bzw. eine Klinge dünne Eisschichten abschabt. Die traditionellen Doshisha-Kakigorikis werden mit Hilfe einer Kurbel betrieben und sehen so richtig schön nach Jahrmarkt oder Streetfood-Festival aus. Allerdings gibt es für den Hausgebrauch auch elektrisch betriebene Kakigori-Eismaschinen, mit denen die moderne Hausfrau ihr eigenes Kakigori herstellen kann. Diese Eismaschinen gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Sowohl für die eigene Küche als auch für Foodtruck, Catering und Streetfood-Stand sind diese nostalgisch anmutenden Geräte erhältlich. Vielleicht gibt es ja bei JP Gastro einmal eine japanische Woche oder ein anderes Event zum Thema Japan. Da würde eine schicke Kakigori-Maschine sicher auch eine gute Figur machen. Immerhin ist die altehrwürdige, japanische Tempelstadt Kyoto am 21. Januar 1963 offiziell zur Partnerstadt Kölns erklärt worden.

Fantasievoll und lecker: Die unterschiedlichen Toppings

Was wäre das Kakigori-Eis ohne ein leckeres Topping der Wahl? Meist sind es verschiedene Sirupe, die das nach japanischer Sitte feingeschabte Eis zieren. Ob Erdbeere, Himbeere, Matcha, Blue Curaçao, Kirsche oder andere Sirup-Arten aus den unterschiedlichsten Früchten: Neben dem Sirup wird das Eis zusätzlich durch etwas süße Kondensmilch, rote Bohnenpaste und/oder passende Früchte, Kokosraspel oder geröstete Nüsse gekrönt.
Wer es ein wenig exotischer mag, bevorzugt vielleicht ein Kakigori aus schwarzen Bohnen. Für hartgesottene Feinschmecker gibt es das Kakigori-Eis mit Sirup-Sauce aus extra-scharfen Habanero-Chilis. Beim Kakigori sind der Fantasie also keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es einmal mit einem Eis in schillernden Regenbogenfarben oder verschiedenen Rot- oder Blautönen? Je schriller – desto besser.

Kakigori-Festivals in Japan

In Japan gibt es tatsächlich spezielle Kakigori-Festivals, Kakigori Mitsuri genannt. Auf diesen wird dieses kunterbunte Streetfood regelrecht zelebriert. Was spricht dagegen, auch in Köln einmal ein kleines Kakigori-Festival zu veranstalten? Vielleicht überrascht ja JP Gastro mit dieser japanischen Spezialität beim nächsten Catering oder Streetfood-Event? Denn ordentlich feiern kann man schließlich auch in Köln!

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