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23. August 2022

Streetfood aus der Gulaschkanone

Traditionelles Streetfood muss nicht immer vom Grill stammen. Das beweist ein so altbewährtes Gerät wie die klassische Gulaschkanone. Ob Fleisch- oder Gemüsegerichte, asiatische, texanische oder andere kulinarische Delikatessen aus aller Welt: Auch bei JP Gastro in Köln kommen traditionelle und moderne Geräte zum Einsatz. Für herzhafte Eintöpfe, leckere Suppen und mehr werden seit jeher vor allem in Deutschland klassische Gulaschkanonen eingesetzt. Nicht nur auf Straßenfesten oder am Karneval kommen diese typischen Feldküchenwunder zum Einsatz. Auch auf Schul- und Vereinsfesten, Streetfood-Festivals und beim Catering ist diese praktische Erfindung von anno dazumal nicht mehr wegzudenken.

Die Gulaschkanone: Der Eintopfofen für den Außenbereich

Hinter dem Begriff „Gulaschkanone“ steckt ein praktischer Eintopfofen, in dem verschiedene Gerichte zubereitet und/oder warmgehalten werden können. Wer seine Speisen grillen oder gar dämpfen möchte, kann dies ebenfalls in diesem multifunktionellen Gerät. Sogar zum Warmhalten von Getränken wie Honig- oder Glühwein kann die Gulaschkanone verwendet werden.
Geheizt wird traditionell mit Holzkohle oder Brennholz, aber mittlerweile gibt es auch Gulaschkanonen, die mit Gas beheizt werden. Der beim Heizen entstehende Dampf gelangt durch den integrierten Schornstein nach draußen. Es gibt zwar – wie beim Smoker auch – verschiedenartige Modelle. Das Grundprinzip der Gulaschkanone bleibt sich jedoch immer gleich.

Die Erfindung der Gulaschkanone

Die Gulaschkanone stammt mindestens aus dem Jahr 1818, da sie zu diesem Zeitpunkt erstmals von Goethe beschrieben wurde. Im Jahr 1850 meldete der Apotheker Heinrich Zeise dieses Gerät für die mobile Feldküche gemeinsam mit seinem Sohn Theodor zum Patent an. Damals war die Gulaschkanone, als Zeise-Feldkochherd benannt, noch längst nicht so ausgefeilt wie heute. Dennoch kam sie von diesem Zeitpunkt an in deutschen Kriegsgebieten regelmäßig zum Einsatz.

Später entwickelte die Firma Fissler einen ähnlich konstruierten Feldkochherd, der rasch an Popularität gewann. Daher galt Karl Rudolf Fissler beim Volk lange Zeit als eigentlicher Erfinder der Gulaschkanone.
Mit der Zeit wurden diese mobilen Feldkochherde immer ausgefeilter, was ihnen rasch über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Ruf als exzellentes Equipment für die Versorgung der Soldaten in Kriegsgebieten einbrachte. In ihnen konnte das Essen nicht nur zubereitet, sondern aber über lange Zeit warmgehalten, sauber aufbewahrt und über längere Strecken transportiert werden.

Wie die Gulaschkanone zu ihrem Namen kam

Der mobile Feldkochherd wurde an einem der Feldartillerie-Geschütze befestigt. Er erhielt ab dem ersten Weltkrieg dann seinen Spitznamen „Gulaschkanone“, da der während des Transportes nach hinten geklappte Kamin aus einiger Entfernung an eine Kanone erinnerte. Auch in der heutigen Zeit werden moderne Gulaschkanonen in der Armee verwendet. Die praktische Gulaschkanone kommt ebenfalls vielfach zum Einsatz, um große Menschenmengen in humanitären Krisengebieten effektiv mit Nahrung versorgen zu können. Selbstverständlich ist sie mittlerweile ebenso ein gefragtes Equipment im Bereich Catering und Streetfood.

Vielseitig und lecker: Gerichte aus der Gulaschkanone

Heute gehört die Gulaschkanone genauso zur Streetfood-Szene wie der Smoker zum traditionell amerikanischen Barbecue bei JP Gastro in Köln.
Deftige Erbseneintöpfe, sämige Kartoffelsuppen mit Würstchen oder pikante Gulaschsuppen sind typisch deutsche Gerichte, die aus der Gulaschkanone besonders gut schmecken. Irgendwie verbreitet dieser mobile Eintopfherd mit seinem charakteristischen Aussehen ein besonderes Flair. Diese typische Outdoor-Atmosphäre ist bei den meisten Streetfood-Events und dennoch in keinem noch so schicken Restaurant zu finden. Etwas Geheimnisvolles, Abenteuerliches umgibt dieses Streetfood-Essen aus Gulaschkanone, Smoker und Co. Der Mensch fühlt in seinem Herzen das Feuer alter Zeiten aufsteigen, in denen Teamgeist, Kameradschaft und gemeinschaftliche Mahlzeiten eine Selbstverständlichkeit und keine Ausnahme waren. Und Dank der zahlreichen internationalen, kleinen und großen Streetfood-Stände auf der ganzen Welt wird dieses innere Feuer aus der guten alten Zeit auch niemals ganz erlöschen.

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