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Was gehört eigentlich in eine Paella?

Der Ursprung der spanischen Paella

Wer einmal ein original spanisches Gericht verspeisen möchte, sollte unbedingt eine traditionelle Paella versuchen. Denn diese lässt sich mit gutem Gewissen als spanisches Nationalgericht bezeichnen. Die erste Paella wurde wahrscheinlich ursprünglich in der Nähe von Valencia kreiiert. Ähnlich wie das typisch amerikanische Barbecue im Smoker oder dem Eintopf in Deutschland, ist auch dieses Gericht eher aus der Not heraus geboren. Die spanischen Reisbauern, die in der Nähe von Valencia lebten, hängten ihre Töpfe über offene Lagerfeuer und warfen alles hinein, was gerade da war. Saisonal und regional war die erste Paella also auf jeden Fall. Und gesund war und ist die Paella mit Sicherheit ebenfalls. Damals sah die Original-Paella vermutlich anders aus als heute. Der Spanischen Gastronomie-Akademie zufolge bestand sie aus folgenden Zutaten:

  • einem speziellen Paella-Reis
  • einer flachen Bohnensorte
  • Hühnerfleisch
  • Kaninchenfleisch
  • Bergschnecken und zahlreichen Gewürzen

Im Laufe der Zeit veränderte sich diese Zutatenliste und noch heute unterscheiden sich die Paellas auffällig voneinander. Je nachdem aus welcher Region der Koch stammt, enthält eine Paella der Neuzeit Meeresfrüchte, Fisch und Fleisch oder auch Schinken und Wurst. Der Fantasie des Koches sind hier keine Grenzen gesetzt, ganz getreu dem Motto der damaligen Reisbauern: In die Paella gehört, was gerade da ist.

Das Wichtigste an der Paella ist der Reis

Warum die Paella ausgerechnet in der Gegend von Valencia ihren Ursprung haben soll, liegt hauptsächlich daran, dass dort seit über 1000 Jahren die Hauptzutat für die Paella angebaut wird. Von den Mauren kannte man dort den Reisanbau und das was heute als Pfannengericht bekannt ist, wurde seinerzeit noch in großen Töpfen lange und gut geschmort. Erst später wurden diese Reis-Eintöpfe dann in ganz flachen, eisernen Pfannen zubereitet, die den Namen "Paellera" trugen. Daraus entstand vermutlich um das Jahr 1840 herum der Name "Paella".
Nach dem ersten Weltkrieg eroberte diese kulinarische Köstlichkeit auch die Küchen anderer Länder. Doch auch wenn so manche Zutaten variieren und regelrecht austauschbar sind, muss der Reis für die Paella immer ein ganz besonderer sein und kann durch keinen anderen ersetzt werden. Denn "Original Paella Reis" besitzt eine ganz bestimmte Form und Größe. Für Paellas wird grundsätzlich Rundkornreis verwendet, der der Paella die richtige Bissfestigkeit verleiht. Auch der Gehalt an Stärke spielt bei der Wahl des richtigen Paella-Reiskorns eine Rolle. Paella-Reis nimmt zwar ähnlich viel Wasser auf wie der bekannte Sushi-Reis, behält aber im Gegensatz zu diesem seine Bissfestigkeit, da er nicht so viel Stärke an das Kochwasser abgibt. Spanischer Paella-Reis hat oft so wohlklingende Name wie "Bomba" oder "Senia", manchmal heißt er aber auch nur einfach "Arroz Redonda", was soviel wie Rundkornreis bedeutet.

Paella ist nicht gleich Paella

So unterschiedlich wie die Zutaten für eine traditionelle Paella ausfallen können, so individuell ist auch die Art und Weise, wie die Paella gekocht und gegessen wird. Am besten schmeckt die Paella aber nach wie vor unter freiem Himmel. Daher eignet sie sich auch so hervorragend als kulinarisches Highlight für kreatives Eventcatering und Streetfood. Authentischer und spanischer geht es wirklich nicht!

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